Historie

Historie 2017-06-22T14:43:11+00:00

Die Forstakademische Gesellschaft Freia wurde am 15. Juli 1879 unter dem Namen Nickel’sche Tischgesellschaft gegründet. Sie ist aus einem Kreis von strebsamen, mit ihrem Dasein unzufriedenen „Wilden“ entstanden.

Gründungsmitglieder waren Drovs, Faller, Haberland, Hatzfeld, Kautz, Krekel, Lubeseder, Lübben, Schreiber, Schröder, Vincent, Wigand

Zu dieser Zeit existierten die Andree’sche Tischgesellschaft (Blume, gegr. 1868), die Haewecker’sche Tischgesellschaft (Tanne, gegr. 1871) und die Engelhard’sche Tischgesellschaft (Hubertia, gegr. 1874).

Diese bildeten zusammen 1880 den Mündener Gesellschafts Convent.

1891 ereilte Freia, Tanne und Blume kurzfristig die Suspension, welche aber aufgrund schwindender Studentenzahlen zurückgenommen wurde. Leidtragende war der eingentlich Bevorteilte – die Hubertia. Sie löste sich 1890 aus ungeklärten Gründen auf.

Das Heim der Freia war inzwischen das Gasthaus „Krone“ geworden und zum 25. Stiftungsfest wurde durch AH Doerr im Gahrenberg der Freiastein errichtet, welcher 50 Jahre später an den Weserhang versetzt wurde.Zu Beginn des ersten Weltkrieges (1914-1918) folgten viele Studenten den Gestellungsbefehlen oder meldeten sich freiwillig. Die Folge war, dass am 02.08.1914 die Akademie geschlossen wurde. Am Kriegsende (11.11.1918) war die Akademie noch immer geschlossen, so dass man nach Eberswalde auswich. Im Sommer 1919 öffnete die Akademie wieder ihre Pforten in Münden und die Aktiven zogen wieder in die „Krone“ ein.

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927 wurde das Haus am Philosophenweg 1 gekauft, da die Aktivitas 1926 39 Aktive und Inaktive zu verzeichnen hatte und das Fassungsvermögen der „Krone“ überschritten wurde. In dieser Zeit kam es des öfteren zu Kontroversen zwischen den alten und den neuen Mündener Verbindungen, die 1930 durch eine Kleiderordnung entschärft wurde.

1932 kam es zur endgültigen Auflösung der Hubertia. Mit fortschreitender politischer Lage wurde aus fröhlichem Sport Wehrsport. Alte studentische Ideale wie Mut und Tapferkeit wurden zur Grundlage neuer Ideale Die knappe Freiakasse besserten diverse AHAH mit großzügigen Lebensmittelaktionen und Geldspenden aus. Das Jahr 1933 stand im Zeichen der nationalsozialistischen Machtübernahme. Es kam zu Nachwuchsproblemen, da das Verbindungsleben nach den Richtlinien des nationalsozialistischen Staatswesens umgestellt und die Satzung dem Führerprinzip angepasst wurde. 1934 wurde das Ende der Korporationen eingeleitet als Folge des Studentenmangels (1935: 48 Studenten in Hann.Münden, davon 3 aktive Freianer). Am 01.12.1935 wurden vor dem Haus der Freia der Wimpel eingeholt und die Hakenkreuzflagge aufgezogen. Am 23.02.1936 wurde auf der Jahrestagung des NS-Studentenbundes die Suspendierung der Freia beschlossen. Allen Studenten wurde die Mitgliedschaft im NS-Studentenbund zur Pflicht gemacht. Die einzigen die im alten Geist der Freia zusammenkamen, waren AHAH, die sich nun Altherrenverein nennen mussten. 1937 verkaufte man das Haus, da es nicht mehr möglich war die finanziellen Belastungen zu tragen. 1939 war ein Kriegssemester; Das Studentenjahr wurde in Trimester eingeteilt. Im März 1945, nach dem einzigen Bombenangriff auf Hann.Münden, wurden die Kameradschaften und AH-Verbände aufgelöst und das gesamte Vermögen beeschlagnahmt.

1948/49 stand die Formung des Verbindungslebens im Vordergrund. Im Wintersemester 1949/50 nannte sich die Freia „Fag Silva“. Ihr zuhause war das Hotel Hubertus und man startete mit sechs Füchsen in die Nachkriegszeit.

1950 wurde in Reinbek die zweite Aktivitas gegründet.

1970 zieht die Freia dann mit der Fakultät nach Göttingen um.

1951 wurde dem Antrag der Aktivitas stattgegeben, ihren alten Namen und Zirkel wieder fahren zu dürfen. Damit hatte das Provisorium des Club Silva ein Ende gefunden. Das gleiche galt auch für die Freia Reinbek.

Erwähnenswert sei hier die beim AHFC vorgenommene Gründung einer Hilfskasse für Angehörige ehemaliger Freianer. Auf diesem Convent kam erstmals auch eine angestrebte Zusammenarbeit zwischen dem AH-Verband der FAG Hubertia (seit 1932 suspendiert) und dem der Freia zur Sprache, was ein Jahr später dahingehend beschlossen wird, dass der AH-Verband Hubertiae sich als selbständiger Verband hinter beide Aktivitates der Freia stellt.

Mit der sich weiter normalisierenden Zeit normalisierte sich auch mehr and mehr das Verbindungsleben. Nicht nur zwischen den Verbindungen des MC herrschte gutes Einvernehmen, die Freia hielt auch alte Beziehungen, wie zum Corps Hannovera, aufrecht und knüpfte neue zur Lunaburgia in Göttingen. Ein ebenso gutes Verhältnis bestand zwischen den beiden Aktivitates.

Aber es gab auch Rückschlage: So musste die Hoffnung, das alte Freia-Haus zurückkaufen zu können, endgültig begraben werden, nachdem das zuständige Sondergericht einen diesbezüglichen Antrag abgelehnt hatte. So wurde sich ein Heim in der Bärenkammer eingerichtet.

Anlässlich des 80. Stiftungsfestes wird die Kartellverbindung mit der Hubertia in eine Fusion umgewandelt. Die AHAH Hubertiae werden somit vollwertige AHAH der Freia und führen beide Zirkel. Anlässlich der erneut geplanten Verlegung der Fakultät nach Göttingen fasste der neu gebildete Beirat am 12.12.59 den Entschluss die Freia auch in Göttingen zu fördern. Als dann am 20.9.63 dar Kaufvertrag über ein Göttinger Haus abgeschlossen wurde, war die Freia zumindest auf diesem Gebiet für den Umzug gerüstet.